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Erweiterte wissenschaftliche Transkriptionsregeln (Dresing/Pehl): buchstäbliche Transkripte für detaillierte Analysen

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Die erweiterten Transkriptionsregeln nach Dresing und Pehl geben gesprochene Inhalte buchstäblich und ohne Glättung wieder. Sie enthalten detaillierte Notationen zu Sprechweise, Pausen und nonverbalen bzw. Nebenhandlungen sowie zur Überlagerung von Sprechbeiträgen. Die Transkripte weisen eine hohe wissenschaftliche Validität auf. Sie ermöglichen eine detailgenaue inhaltliche Analyse von Äußerungen und Interaktionsmustern.

Entscheiden Sie sich für die erweiterten Transkriptionsregeln nach Dresing und Pehl, wenn Sie für Ihre Forschung Methoden wie Diskursanalyse, Konversationsanalyse oder linguistische Gesprächsanalyse nutzen möchten. Auch für die Planung von Video- und Filmprojekten bietet dieses Regelset eine Grundlage, die viele Details sichtbar macht und Entscheidungen über die Eignung des Materials erleichtert.

Erweiterte wissenschaftliche Regeln im Detail

  1. Es wird buchstäblich und ohne Glättung transkribiert. Das Gesagte wird grundsätzlich so transkribiert, wie es gesprochen wurde, einschließlich Versprechern und falscher Grammatik.
    Um die Punkte zu s/ sehbar zu machen, weil also weil darum gehts ja.
  2. Satzzeichen werden so gesetzt, dass Sinneinheiten und Aussagenlogik erhalten bleiben.
    Ich glaube nicht, dass das wichtig wäre. vs. Ich glaube – nicht dass das wichtig wäre.
  3. Dialektale Wörter und Äußerungen sowie übliche Wortverschleifungen werden wie gesprochen notiert.
    Heuer hab ichs fei über mit dem ganzen Schmarrn.
  4. Besonders betonte Wörter werden in Großbuchstaben notiert. Wortdoppelungen werden immer erfasst.
    Es gibt ja diese diese ÜBEREIFRIGEN Spieler.
  5. Nonverbale Äußerungen, etwa Lachen, Räuspern und Seufzen, sowie unterstützende Nebenhandlungen werden notiert.
    Weil (Räuspern) darum gings. (klatscht in die Hände) Und nun? (flüsternd) Alles still. (seufzt)
  6. Fülllaute, Füllwörter und Konversationsmarker der interviewten Personen werden transkribiert.
    Das ähm, quasi das erste, also sozusagen ähm das ganz vorne, das kennen Sie, ne?
  7. Wort- und Satzabbrüche werden notiert.
    Da habe ich mir nen K/ Sor/ also Gedanken drüber /
  8. Antworten, die nur aus einer Lautäußerung bestehen, werden mit Interpretation transkribiert.
    I: Stimmen Sie der Aussage zu? #01:45:30#
    B: Hm. (bejahend) #01:45:31#
  9. Sprechpausen werden mit sekundengenauer Pausenlänge notiert: (.) ca. eine Sekunde, (..) ca. zwei Sekunden, (...) ca. drei Sekunden; (4) ab vier Sekunden mit Zahl als Längenangabe.
    Ich komme noch drauf, (.) Moment. (6) Nein, fällt mir nicht mehr ein.
  10. Überlappungen von Sprechbeiträgen werden notiert. Das heißt, gleichzeitig gesprochene Passagen werden mit // ... // markiert.
    B: Darüber wissen die natürlich besser Bescheid // und können adäquat // #1:12:03#
    I: // Woher kommt das? // #1:12:03#
    B: reagieren. Durch ihre Ausbildung, denke ich. #1:12:05#
  11. Unverständliche Stellen und unklare Wörter werden markiert und mit Zeitmarke versehen. Alternativ wird ein vermuteter Wortlaut bzw. eine mögliche Schreibweise notiert.
    Was für ein (unv. #00:11:57#) das war, weiß ich (nicht mehr? #00:11:59#).
  12. Jeder Sprechbeitrag wird in einem eigenen Absatz notiert – mit Personenkürzel am Anfang und Zeitmarke am Ende. Danach folgt eine Leerzeile.
  13. Die interviewende Person wird mit I: gekennzeichnet, die befragte Person mit B:. Bei mehreren Personen wird dem Kürzel eine Zahl hinzugefügt: I1, I2, ... In oder B1, B2, ... Bn.

Die hier aufgeführten erweiterten Transkriptionsregeln stellen das vollständige Set aus einfachen Regeln und Regelerweiterungen nach Dresing/Pehl dar. Für Ihr Projekt können Sie jedoch frei wählen, nach welchen Regeln bzw. einzelnen Regelerweiterungen ich Ihre Aufnahmen transkribieren soll. Falls Sie unsicher sind, sprechen Sie mich darauf an. Ich berate Sie gern!

Beispieltranskript nach erweiterten Regeln

Das folgende Transkript habe ich nach erweiterten wissenschaftlichen Regeln angelehnt an Dresing und Pehl erstellt. Zugrunde liegt ein Gespräch zwischen Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung), Universitätsmusikdirektor David Timm (Leipzig) und Prof. Ulrich Konrad (Würzburg) anlässlich des Bachfests 2013 in Leipzig.

Mitlesen und vergleichen können Sie auf dem YouTube-Kanal des Bachfests Leipzig.

Häufige Fragen zu erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln

Was kostet es, Aufnahmen nach erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln transkribieren zu lassen?

Transkripte nach dem vollständigen erweiterten Regelset kann ich Ihnen ab 2,99 € pro Audiominute anbieten, sofern Ihr Projekt für alle Rabattoptionen infrage kommt. Sie können den Audiominutenpreis aktiv reduzieren, indem Sie nur die Regelmodule auswählen, die Sie wirklich benötigen.

Auf der Seite zu Preisen und Rabattoptionen habe ich alle Informationen für Sie zusammengetragen. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, damit wir Ihr Projekt besprechen können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!

Für welche Zwecke sind die erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln geeignet?

Die erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln eignen sich immer dann am besten, wenn Sie den gesprochenen Text detailliert analysieren möchten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie bei Ihrer Forschung entsprechende sozialwissenschaftliche oder linguistische Methoden anwenden.

Alternativ interessieren Sie sich möglicherweise für den genauen zeitlichen Ablauf eines Gesprächs einschließlich Pausen, um Ihre Aufnahmen für Video- und Filmprojekte weiterverarbeiten zu können. Auch dafür können wir mit den erweiterten Regelmodulen ein Set an Regeln zusammenstellen, das Ihnen nützliche Transkripte liefert.

Welche Vorteile bieten die erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln gegenüber anderen Regelsystemen?

Die erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln sorgen vor allem für detaillierte Transkripte, die Ihnen deutlich mehr über Äußerungen und Gesprächsverlauf verraten als bei anderen Regelsystemen. Unter den Regelsystemen, die ich standardmäßig anbiete, haben Transkripte nach erweiterten Regeln die höchste wissenschaftliche Validität.

Gleichzeitig sind die erweiterten Regeln das flexibelste Regelsystem. Sie basieren auf den vielfach bewährten einfachen wissenschaftlichen Transkriptionsregeln nach Dresing/Pehl und erweitern diese um genau die Regelmodule, die Ihrem Erkenntnisinteresse am meisten nützen.

Was bedeutet "buchstäbliche Transkription" und wie unterscheidet diese sich von "wörtlicher" und "wortwörtlicher"?

Buchstäblich zu transkribieren bedeutet, möglichst jeden Laut in einer Sprechsituation mit den Mitteln des Alphabets exakt wiederzugeben. Das schließt etwa unvollständig gesprochene Wörter und abgebrochene Sätze ein. Insofern ist buchstäbliches Transkribieren deutlich genauer als wörtliches.

Das erweiterte wissenschaftliche Regelsystem, bei dem buchstäblich transkribiert wird, ähnelt einer wortwörtlichen Verschriftlichung, weil darin auch Füllwörter mittranskribiert werden, also kein einziges Wort ausgelassen wird. Demgegenüber werden beim wörtlichen Transkribieren, etwa auf Basis der minimalen oder der einfachen wissenschaftlichen Transkriptionsregeln, nur sinntragende, vollständig gesprochene Wörter transkribiert.

Enthalten die erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln nach Dresing/Pehl auch Notationen für Lautstärkeänderungen oder steigende und fallende Intonation?

Nein. Die inhaltlich-semantischen Regeln nach Dresing/Pehl fokussieren sich auf die Wiedergabe des gesprochenen Inhalts und dessen Struktur, nicht auf paralinguistische Merkmale wie Lautstärke oder Intonation.

Sie können jedoch eigene Regeln definieren, die wir dem Regelset hinzufügen, nach dem ich für Sie transkribiere. Bitte sprechen Sie mich darauf an und senden Sie mir am besten schon bei Ihrer Anfrage Ihr vollständiges Set an Transkriptionsregeln zu.

Kann ich die Regelerweiterungen selbst zusammenstellen bzw. eigene Regeln ergänzen?

Selbstverständlich. Sie können frei entscheiden, welche der erweiterten Regeln Sie den einfachen Regeln hinzufügen. Alternativ können Sie eigene Regeln definieren bzw. ein anderes Regelset festlegen, nach dem ich transkribieren soll. Bitte senden Sie mir Ihre Wünsche hinsichtlich Transkriptionsregeln bereits mit Ihrer Anfrage zu, damit ich ein passendes Angebot erstellen kann.

Wie exakt werden Dialekt und Wortverschleifungen transkribiert?

Dialektwörter bzw. allgemeiner die dialektale Diktion werden so wiedergegeben, wie sie gesprochen werden. Das heißt, bei den erweiterten wissenschaftlichen Transkriptionsregeln bleibt das "Motschekiebchen" erhalten und wird nicht in "Marienkäfer" übersetzt. Und der "Gspusi" ist eben am Stephansplatz gestanden.

Da Wortverschleifungen theoretisch unendlich vielfältig sind, transkribiere ich vor allem gängige Wortverschleifungen, die in der Umgangssprache üblich sind. Das heißt, "da hammer son Buch gelesen" oder "ich habs gewusst" transkribiere ich wie gesprochen, aber "watwollnse?" wird übersetzt: "Was wollen Sie?"

Besonders letzteres mag Ihnen willkürlich vorkommen. Doch beim Transkribieren nach den üblichen Regelsystemen geht es nicht um eine kreative, quasi-lautschriftliche Übertragung von Sprache zu Text, sondern um eine getreue schriftliche Wiedergabe zu Analysezwecken. Wenn Sie jedoch ein quasi-lautschriftliches Transkript benötigen, sprechen Sie mich gern darauf an. Ich liebe Herausforderungen!

Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen zu Dienstleistungen im Bereich Transkription finden Sie auf der Übersichtsseite.

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Sie benötigen ausführliche Transkripte für detaillierte Gesprächsanalysen? Bitte senden Sie mir eine Anfrage mit allen Eckdaten: Länge Ihrer Aufnahmen in AudiominutenAuswahl an Regelerweiterungen und Deadlines Ihres Projekts. Damit ich mir einen Eindruck von Audioqualität und Sprechsituation machen kann, stellen Sie mir bitte außerdem Ihre Audiodateien oder eine repräsentative Hörprobe zur Verfügung.

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