Füllwörter kommen bei gesprochener Sprache häufig vor. Sie modifizieren eine Aussage, sind aber nicht direkt sinntragend. Das heißt, in vielen Fällen können sie weggelassen werden, ohne dass der Sinn des Gesagten dadurch wesentlich verändert wird. Typische Beispiele sind "ja, also, auch, halt, so".
Außerdem lassen sich Füllwörter anhand ihrer Häufigkeit identifizieren. Die meisten Füllwörter werden aufgrund von sprachlichen Gepflogenheiten oder individuellen Sprachmarotten verwendet. Als Füllwörter können insofern viele Wörter fungieren, die in anderen Zusammenhängen durchaus sinntragend oder sinnverändernd sein können. Beispiele für diese Art von Füllwörtern sind "irgendwie, eigentlich, quasi, sozusagen, praktisch".
Beispielsweise kann "irgendwie" in einer Aussage vorkommen, um Unsicherheit bezüglich Art und Weise deutlich zu machen: "Irgendwie mussten wir das lösen." Gleichzeitig kann das Wort auch ohne eigenen Sinn und sogar inflationär verwendet werden: "Irgendwie dachte ich irgendwie, wir wären irgendwie schon da irgendwie."
Mit den anderen Wörtern verhält es sich ähnlich: "Eigentlich" kann Grundsätzliches anzeigen, "quasi" kann "scheinbar" oder einen Vergleich bedeuten, "sozusagen" kann eine Metapher vorbereiten, "praktisch" kann den Gegensatz zu "theoretisch" hervorheben. Muss aber nicht.